Werkraum Oradavos
In prominenter Lage am Dorfrand entstand aus einer alten Stallscheune ein Raum für die Dorfgemeinschaft. Der Sockel aus Bruchsteinmauerwerk und der alte Stall in Strickbauweise sollten aus Heimatschutzgründen erhalten bleiben. Das einsturzgefährdete Dach und die alte Rundholzkonstruktion wurden abgebrochen. Innerhalb der Mantellinie entstand ein Ersatzbau in Holzbauweise. Die neue Konstruktion wurde als «Pfahlbau» auf ein Raster von Punktfundamenten innerhalb der bestehenden Struktur gestellt. Das Dach ist stützenfrei über eine Fläche von 8 x 15 m gespannt. Schrägstützen verbinden die beiden Geschosse und machen die Konstruktion im ehemaligen Stallgeschoss erlebbar. Die Binderebenen strukturieren die Fassaden und schaffen im Inneren seitliche Arbeitsnischen. Die Lagerfläche im Untergeschoss ist über eine Innen- und eine Aussentreppe erschlossen. In Anlehnung an die ehemalige Rundholzkonstruktion wurde eine horizontal betonte Rippenschalung in Tanne ausgeführt. Die Wetterseite erhielt ein glattes Regenkleid aus stumpf gestossenen Lärchenbrettern. Ein schmales Oblichtband betont die Flächigkeit der prominenten Fassade am Dorfausgang und hebt das leichte Blechdach vom Volumen ab.
Präz (GR)
Bauherrschaft
Privat
Architektur
Wirz Architekt:innen | Zürich
Ausführung Holzbau
Simon Kunfermann | Präz
Baujahr 2022
Fotos
Hannes Henz | Zürich






