Wassersportzentrum Lido

Auf der Grundlage eines Sportstättenkonzeptes von Rapperswil-Jona entstand das neue Wassersportzentrum.
Die charakteristischen Längsfassaden und die nach aussen geneigten Wände geben dem Gebäude sein unverwechselbares Aussehen. Die durchlaufenden Holzlamellen verbergen die Fenster und lassen das Gebäude als kompakten Körper erscheinen. Die Aussenwand ist mit einer unbehandelten, offenen Lärchenschalung bekleidet. Die Schrägdächer deckt eine Stehfalzdeckung in Tecu-Zinn. Im Laufe der Zeit gleichen sich beide Materialien farblich an und bilden eine harmonische Einheit. Infolge des schlechten Baugrundes steht das Gebäude auf Pfählen, über welchen Riegel in Beton, Kies und einem bituminösen Belag ausgeführt sind. Die Holzrahmenbauweise ist die primäre Konstruktionsweise für die vertikale und horizontale Lastabtragung. Die Ausnahme bilden drei fünfschichtige Massivholzplatten, welche zwischen den grossflächigen Toren in der Ostfassade die horizontale Aussteifung aus den Geschossdecken und die vertikale Lastabtragung aus den Unterzügen übernehmen. Die Wand, welche die beiden Lagerhallen im Erdgeschoss unterteilt, ist brandabschnittsbildend mit 30 Minuten Feuerwiderstand. Zwei Stützenreihen mit Unterzügen verringern zudem die Stützweiten der Deckenelemente. Die Dach- und Deckenelemente sind als gedämmte Hohlkastenelemente mit Beplankungen aus Dreischichtplatten. Im Bereich des Treppenhauses und des Korridors sind die Wand- und Dachelemente mit zementgebundenen, fertig lasierten Spanplatten nichtbrennbar bekleidet. 


Rapperswil (SG)

Bauherrschaft
Stadt Rapperswil | Rapperswil

Architektur
roskothen zanetti architekten gmbh| Rapperswil

Ingenieur Holzbau Brandschutz
Makiol Wiederkehr AG | Beinwil am See

Ausführung Holzbau
Schäfer Holzbautechnik AG | Dottikon

Baujahr 2005

Fotos
Frank Roskothen | Rapperswil

Referenzblatt