Pavillon Stockalperschloss

Der kleine Gartenpavillon im Park des Stockalperpalastes in Brig ist Teil einer umfassenden Neustrukturierung der Gartenanlage. Das mit Kletterrosen bewachsene 70 Meter lange Pergola-Dach definiert die nördliche Eingangsrampe und führt die Besucher in den Park. Der Pavillon beherbergt einen Geräteraum und Toilettenanlagen. Das Thema der Sitzbank findet sich als Ruhebank im Innern wie als Gartenbank im Aussenbereich des Pavillon wieder. Die Bank selber löst sich vom Baukörper ab und wird Teil des Parks. Das Gebäude wurde als moderner Holzbau vorfabriziert und in Brig innerhalb kürzester Zeit montiert. Die Fassade mit der langen Bank besteht aus horizontalen, halbkreisförmigen Lattenzaunbohlen und verweist damit auf klassische Elemente des Gartenbaus. Gegenüber einer normalen Gartenzaunkonstruktion ist der Zwischen-raum der Latten verkleinert. Die Sitzbänke im Park sind mit jenen des Pavillons verwandt und ebenfalls aus halbrunden Bohlen gemacht. Sie schaffen einen visuellen Bezug zum Pavillon. Die Schiebefenster des Gewächshauses sind silbrig gestrichen und reflektieren die gleissende, hochalpine Sonne des Rhônetals. Sie nehmen die Alterung der naturbelassenen Holzfassade voraus. Die Innenleibungen der kleinen, quadratischen Fenster auf der Rückseite des Pavillons sind blau ausgemalt. Als Komplementärfarbe oszillieren sie zum Orange des Raumes, der wie ein Futteral ausgemalt ist. Nachts, wenn die Lichter rings herum ausgegangen sind, bleibt nur noch das Licht des farbigen Raumes. Wie eine riesige Laterne wird das orange Licht Teil der Parkbeleuchtung.


Brig (VS)

Bauherrschaft
Schweiz. Stiftung für das Stockalperschloss | Brig

Architektur
Burkhalter + Sumi Architekten | Zürich

Ausführung Holzbau
Schäfer Holzbau AG | Oberentfelden

Baujahr 2001

Fotos
Heinrich Helfenstein | Zürich

Referenzblatt