Jugendherberge St. Alban

Das 1850/51 erbaute Fabrikgebäude für die Herstellung von Seide wurde 1979/80 zu einer Jugendherberge umgebaut. Die Planung des Umbaus mit der Erweiterung begann 2007 und sah wesentliche Eingriffe in der Erschliessung, Umorientierung der bestehenden Zimmer und zusätzliche 21 Bettenzimmer vor. Das Gebäude liegt am Hang, weist ein UG und vier Vollgeschosse auf. Brandschutztechnisch wird das Gebäude mit einem baulichen Brandschutzkonzept realisiert. Die Anforderung des Tragwerks beträgt generell R 60 (nbb) und jene des Brandabschnittes EI 60 (nbb). Die Materialisierung beziehungsweise die Bauweise ist Massiv mit Mauerwerk und Stahlbeton. Das Gebäude hat aufgrund der Bettenzahl eine Brandmeldevollüberwachung mit Fernmeldetableau im Fluchttreppenhaus. Bei allen Eingriffen sowie der Gestaltung der Erweiterung stand eine direkte, robuste Materialisierung im Vordergrund. In Anlehnung an die industrielle Vorgeschichte des Gebäudes wurde ein unverstellter Ausdruck gesucht. Die komplette Struktur der Bettgeschosse wurde in weiss lasiertem Kalksandstein-Mauerwerk ausgeführt. Neben den hölzernen Einbauten und den rohen Stahltüren der Gemeinschaftsduschen prägt das Eichenholz der in den Korridoren montierten Zimmertüren wesentlich den Raumeindruck der hell gehaltenen Geschosse. Die äussere Fassade blieb weitgehend unverändert.


Basel

Bauherrschaft
Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus | Zürich

Architektur
Buchner Bründler Architekten AG | Basel

Ingenieur Brandschutz Holzbau
Makiol Wiederkehr AG | Beinwil am See

Baujahr 2009 - 2010

Fotos
Ruedi Walti | Basel

Referenzblatt