Brandschutz und Holzbau für die Schulanlage Wolfsmatt
Zwei neue Schultrakte schaffen zusätzlichen Raum für den Schulbetrieb. Makiol Wiederkehr begleitet die Neubauten im Bereich Brandschutz und Holzbau sowie die Erweiterung und Sanierung der bestehenden Schulanlage im Bereich Brandschutz.
Um den zusätzlichen Raum bedarf der Schulanlage Wolfsmatt in Dietikon abzudecken, wurden zwei neue Schultrakte gebaut. Der Trakt H umfasst zusätzliche Klassenzimmer. Im Trakt I sind Fachzimmer, Betreuungsräume, ein Mehrzwecksaal und eine Turnhalle untergebracht.
Bei beiden Neubauten übernahm Makiol Wiederkehr die Aufgabe des Brandschutz- und Holzbauingenieurs. Zudem begleiten wir die laufende Erweiterung und Sanierung der bestehenden Schultrakte A-G im Bereich Brandschutz.
Nachfolgend geben wir einen Einblick in den Holzbau und Brandschutz der beiden Neubauten.
Fakten zum Brandschutz und Holzbau der Schultrakte H und I.
Brandschutz
Beide Schultrakte der Gebäudekategorie Gebäude mittlerer Höhe haben eine Fensterband-Fassade an der Nord- und Südseite. Schultrakt H verfügt über einen vertikalen Fluchtweg in Massivbauweise, während Schultrakt I mit zwei vertikalen Fluchtwegen ausgestattet ist. Bei beiden Schulhäusern sind die Schulzimmer jeweils zu einer Nutzungseinheit zusammengefasst.
Eine Besonderheit zeigt sich bei der Deckengestaltung der vertikalen Fluchtwege: Auf den ersten Blick scheint es, als seien brennbare Materialien verwendet worden. Tatsächlich handelt es sich aber um furnierte Bauteile der Brandverhaltensgruppe RF1.
Die Entrauchung der Treppenhäuser ist unterschiedlich gelöst. In Schultrakt H erfolgt sie über eine Abströmöffnung von 0.5 m2. In Schultrakt I sind geschossweise Abströmöffnungen von jeweils 0.3m2 vorgesehen.
Schultrakt I verfügt zudem über eine Turnhalle mit einer Kapazität von bis zu 300 Personen. Im Brandfall stehen als Fluchtwege sowohl die Aussentreppe als auch das innenliegende Treppenhaus zur Verfügung, das im Erdgeschoss endet.
Holzbau
Bei beiden Gebäuden beginnt die Holzbaukonstruktion ab dem Erdgeschoss. Das Tragwerk ist als Skelettbau konzipiert mit vier längs zum Gebäude laufenden Unterzüge als Tragachse. Für die Geschossdecken kommt eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit Bresta-Gentle-Deckenelementen zum Einsatz. Die Aussteifung erfolgt über die Deckenscheiben und die Treppenhauskerne.
Aussen an den Brüstungselementen ist eine hinterlüftete, vertikal angeordnete Fassadenschalung aus Tanne/Fichte angebracht.
Sanierung und Erweiterung der Bestandsbauten
Nach Abschluss der Neubauten haben inzwischen die denkmalpflegerische Sanierung und Erweiterung der bestehenden Schultrakte begonnen.
Bauherrschaft: Stadt Dietikon, Dietikon
Architektur: Bünzli & Courvoisier Architekten AG, Zürich
Baumanagement: Joba Baumanagement AG, Zürich
Brandschutz & Holzbau: Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See




